Die Historie
Die Historie von EUROGATE beginnt nicht erst 1999, dem Jahr seiner Gründung. Bereits vier Jahre zuvor, im Jahr 1995 fanden erste Gespräche zwischen den damals noch konkurrierenden Unternehmen, BLG Logistics Group (Bremen) und EUROKAI (Hamburg), vor den Toren Hamburgs in Hittfeld statt. Beide Unternehmen waren auf der Suche nach neuen Strategien und Lösungen, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können. Die Globalisierung, die zunehmende Konzentration auf Reederseite und der verstärkte Wettbewerb zwischen den Häfen und Terminal-Betreibern verlangten nach mutigen Konzepten. Also setzten sich die Verantwortlichen an den runden Tisch. Das war die Geburtsstunde von EUROGATE.
In EUROGATE wurden die Containeraktivitäten der Firmen BLG Logistics Group und EUROKAI zusammengefasst. Aus zwei unterschiedlichen Unternehmen mit zwei unterschiedlichen Kulturen ist mittlerweile ein Unternehmen erwachsen, das eigenständig am Markt auftritt. Seitdem hat EUROGATE bewiesen, dass die Strategie von Hittfeld aufgeht.
So unterschiedlich die Muttergesellschaften von EUROGATE auch sein mögen, eines haben sie gemein: Bei beiden handelt es sich um traditionsreiche Hafengesellschaften, deren Geschichte bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Beide haben die Entwicklungen in den Häfen über die Jahrhunderte entscheidend mitgeprägt.
Die Bremer Lagerhaus-Gesellschaft wurde 1877 von Bremer Kaufleuten zwecks Imports von Baumwolle gegründet. Im Jahr 2002 konnte das Unternehmen, dessen Eigner das Land Bremen ist, sein 125-jähriges Bestehen feiern. Heute spielt Baumwolle keine Rolle mehr. Bremerhaven hat mit seinen Container- und Autoterminals neue Schwerpunkte gesetzt. So kamen in der Mitte der 60er Jahre die ersten Container über den Atlantik nach Bremen und im Mai 1966 wurde Bremen der erste Containerhafen Deutschlands.
EUROKAI ist als Familienunternehmen in der fünften Generation tätig. Es wurde 1865 von Cordt Eckelmann als Ewerführerei im Hamburger Hafen gegründet. Fast 100 Jahre lang blieb die Hafenschifffahrt das Stammgeschäft der Familie. Kurt Eckelmann, der Urenkel des Firmengründers, baute ab 1961 innerhalb weniger Jahren den bedeutendsten und heutzutage einzigen privatwirtschaftlich geführten Containerterminal Deutschlands auf. 1982 trat sein Sohn, Thomas Eckelmann, in die Geschäftsführung des Unternehmens ein und gestaltet seit dem Tod seines Vaters den Ausbau des größten eignergeführten Hafenunternehmens Europas weiter.